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Firma Diamant
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DiamantWettbewerbsbeitrag für Softwareunternehmen

Bei dem Projekt Diamant handelt es sich um ein Bürogebäude für die gleichnamige Firma in Bielefeld. Der kompakte Bau beherbergt das gesamte Raumprogramm in einem viergeschossigen, quadratischen Baukörper. So ergibt sich ein optimiertes Verhältnis von Hüllfläche zu Volumen – das sogenannte A/V-Verhältnis.

Erweiterung für wachsende Bedürfnisse

Das Grundstück mit einer Größe von 18.500 qm befindet sich in Bielefelds Stadtteil Brackwede, zentral und markant an der Kreuzung von Süd- und Stadtring gelegen. Somit wird der Bau selbstbewusst und öffentlichkeitswirksam positioniert – und bildet den Auftakt für das wachsende Gewerbegebiet.

Das Grundstück kann in unabhängigen Bauabschnitten entwickelt werden; zwischen Baukörper und Stellplätzen im Norden ist genügend Fläche für eine potenzielle räumliche Erweiterung der Firma.

Atrium als Herz des Baus

Zentrum des Innenraums bildet ein Atrium, welches sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt und mit einer zentralen Freitreppe der Erschließung aller Ebenen dient. Dieser Bereich bildet das Herz des Baus, stellt vielfältige Sichtbeziehungen her und ermöglicht eine einfache Orientierung.

Ein über das Atrium gespanntes Glasdach sorgt für die natürliche Belichtung, wobei das diffuse Tageslicht bis ins Erdgeschoss fällt. Dort befindet sich der sogenannte „Marktplatz“ mit Eingang, Empfang, Bistro, Seminarräumen und Sportraum. Um dem Erdgeschoss einen einladenden Charakter zu verleihen, ist es als erhöhtes Sockelgeschoss mit einer lichten Raumhöhe von 4,7 Metern ausgebildet.

In den drei Obergeschossen mit 3,25 Meter hohen Räumen sind die Büroflächen angeordnet. Ein Staffelgeschoss mit Besprechungsräumen nimmt etwa die Hälfte des ersten Obergeschosses ein und vermittelt zwischen EG und den darüber liegenden Büroflächen.

Büro- und Sonderflächen

Alle 152 Büroarbeitsplätze liegen an der Fassade, um einen visuellen Bezug zum Außenraum herzustellen. Tageslichteintrag und Frischluftzufuhr können individuell über die Fenster reguliert werden.

In unmittelbarer Nähe zu den Büros befinden sich die büronahen Sonderflächen (BSF). Dazu zählen Rückzugs- und Besprechungsräume, Stehbesprechungen, Dokument Center, Lounge, Gemeinschaftsablage, Fachbibliothek sowie Quiet Areas. Diese Räume sind als verglaste Bereiche an den Längsseiten des Atriums angeordnet. Sie verschmelzen mit der Espressobar jeden Geschosses, welche wiederum an der Fassade liegt. Somit wird die Struktur aus Büroflächen aufgelockert und ein Blickbezug zwischen Innen und Außen hergestellt.

Fassade und Symmetrie

Die dargestellte Verteilung von 2er- und 4er-Büros ist nur eine mögliche Grundriss-Variante. Da es sich bei der Fassade um ein Raster von 1,25 Metern handelt, können die daran angeordneten Büroflächen sehr flexibel angeordnet werden, indem man größere oder kleiner Einheiten zusammenfasst.

Von außen lassen Symmetrie und Kubatur die organisatorischen Prinzipien der inneren Aufteilung und Modularität ablesen. So befinden sich hinter den vollverglasten Flächen öffentlichere Nutzungen wie Konferenzräume, Bistro und Marktplatz. Hinter den blickgeschützteren Bereichen aus vertikalen Bändern im Wechsel mit Glasflächen liegen die Büros.

Die Fenster sind je 80 cm breit, während die Bänder unterschiedliche Breiten aufweisen. So entsteht ein lebendiger Wechsel aus offenen und geschlossenen Flächen, welche der Fassade Rhythmus und Plastizität verleiht.

Bauphysik und Schallschutz

Aus bauphysikalischen und schallschutz-technischen Gründen sind die geschlossenen Fassadenelemente als zweischalige Wand mit Verblendmauerwerk und Dämmschicht geplant. Der mehrschichtige Aufbau bietet einen besseren Schallschutz und eine höhere thermische Speicherfähigkeit als beispielsweise Vorhangfassaden. Vorteile liegen außerdem im geringen Instandhaltungsaufwand und in der Langlebigkeit der Baustoffe Backstein und Ziegel.

Wo es aus Gründen der erhöhten Lärmemissionen durch die beiden Straßen nötig ist, werden Kastenfenster eingesetzt. Die Fenster auf der Ost-, Süd- und Westfassade erhalten einen außenliegenden und individuell steuerbaren Sonnenschutz aus vertikalen Lamellen.

Verfasserdaten

Bauherr: Diamant Software Bielefeld
Gebäudeeigentümer: Diamant Software Bielefeld

Wettbewerb
Zweiter Preis
Studie für den Neubau eines Bürogebäudes für
die Diamant Software Bielefeld

Gebäude
Nutzung: Büro, Tagung und Schulung

Ablauf
Planungsphase: Dezember 2011 – Februar 2012

Fläche
Projektgröße Brutto-Grundfläche (BGF): ca. 4.300 qm

Planungsbeteiligte
Arbeitsgemeinschaft mit DeZwarteHond www.dezwartehond.nl/de
Tragwerksplanung & Brandschutz: Ingenieurgesellschaft Laskowski mbH
Haustechnik: www.gertec.de
Klimaengineering: www.transsolar.com/de